Ratgeber

Was kostet Zeitarbeit?

Ein Zeitarbeiter kostet mehr als sein Stundenlohn – aber weniger, als viele denken, wenn man ehrlich rechnet. So setzt sich der Preis zusammen und darauf sollten Sie beim Vergleich achten.

Das Prinzip: ein Satz pro Stunde

In der Arbeitnehmerüberlassung zahlen Sie einen festen Verrechnungssatz für jede geleistete Stunde. Der Mitarbeiter ist beim Personaldienstleister angestellt; der trägt Lohn, Abgaben und das Arbeitgeberrisiko. Urlaub, Krankheit und Feiertage zahlen Sie nicht gesondert – sie sind einkalkuliert.

Was im Verrechnungssatz steckt

BestandteilWorum es geht
BruttolohnStundenlohn nach Qualifikation, mindestens gesetzlicher Mindestlohn, dazu die Regeln des AÜG
LohnnebenkostenArbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft, Umlagen
AusfallzeitenUrlaub, Feiertage, Krankheit – bezahlt, aber nicht beim Kunden geleistet
ZuschlägeBranchenzuschläge, Schicht-, Nacht- und Feiertagszuschläge, wo sie gelten
Unterkunft und Anreisebei Fachkräften aus dem Ausland ein wesentlicher Posten
Betreuung und VerwaltungAuswahl, Abrechnung, Ansprechpartner vor Ort, Risiko und Marge

Bei AUER PEOPLE sind alle diese Posten im Satz enthalten – auch die Unterkunft. Vorab bekommen Sie eine Kalkulation, die Sie nachvollziehen können.

Was sich mit der Einsatzdauer ändert

  • Branchenzuschläge steigen in vielen Branchen stufenweise mit der Dauer des Einsatzes.
  • Gleichbehandlung beim Lohn: Spätestens nach neun Monaten im selben Einsatz hat der Mitarbeiter grundsätzlich Anspruch auf den Lohn vergleichbarer Stammbeschäftigter.
  • Höchstüberlassungsdauer: Ein Mitarbeiter darf grundsätzlich höchstens 18 Monate beim selben Kunden eingesetzt werden.

Wer länger plant, sollte früh über eine Übernahme nachdenken – zum Beispiel über Try & Hire.

Worauf Sie beim Preisvergleich achten sollten

  • Erlaubnis prüfen: Arbeitnehmerüberlassung ohne Erlaubnis ist unwirksam – im Ernstfall gilt der Mitarbeiter als bei Ihnen angestellt. Lassen Sie sich die Erlaubnis zeigen.
  • Haftung für Sozialabgaben: Zahlt ein Personaldienstleister die Sozialversicherungsbeiträge nicht, haftet der Einsatzbetrieb dafür. Ein auffallend günstiger Satz ist deshalb kein Schnäppchen, sondern ein Risiko.
  • Was ist enthalten? Unterkunft, Anreise, Zuschläge – fragen Sie, was extra kommt.
  • Wer betreut? Ein fester Ansprechpartner spart Ihnen Zeit, die in keinem Satz steht.

Und was kostet Personalvermittlung?

Bei der Vermittlung zahlen Sie keinen Stundensatz, sondern einmalig ein Honorar, wenn die Einstellung zustande kommt. Danach ist der Mitarbeiter bei Ihnen angestellt. Welches Modell günstiger ist, hängt von Dauer und Planungssicherheit ab – mehr dazu im Vergleich Zeitarbeit oder Personalvermittlung.

Hinweis: Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.